Regionaler Bezug

Mobilitätslösungen und -dienstleistungen werden in Zukunft weit über die Betrachtung des Fahrzeugs als Technologieträger hinausgehen, es werden vielmehr systemische Ansätze zu untersuchen sein, die technische, organisatorische und betriebswirtschaftliche Aspekte miteinander verzahnen. Die dafür erforderlichen Kompetenzen können nicht mehr von einzelnen Unternehmen und Forschungseinrichtungen isoliert erbracht werden. Eine zielgerichtete Vernetzung der relevanten Akteure im Rahmen von Innovationsclustern stellt einen Wettbewerbsfaktor von zunehmender Bedeutung dar.

Die Stadt Karlsruhe und das Land Baden-Württemberg haben für die Geschichte der Mobilität eine besondere Bedeutung. Während die Stadt Karlsruhe als „Stadt der Mobilität“ bezeichnet werden kann – die Erfinder Carl Benz und Karl Drais sind beide in Karlsruhe geboren, das „Karlsruher Modell“ der Straßenbahnen ist weltbekannt –, wird Baden-Württemberg als das „Geburtsland der Mobilität“ bezeichnet. Das wohl bekannteste Beispiel in diesem Zusammenhang ist die erste Fernfahrt eines Automobils von Mannheim nach Pforzheim mit Bertha Benz als Fahrerin. Weitere Ausführungen zur Tradition des Automobils siehe auch „Mobilität in der Region“.

Aber auch heute noch ist der Standort Baden Württemberg von enormer Bedeutung für die Automobilindustrie (siehe auch Mobilität in der Region). Die regionale Automobil- und Mobilitätswirtschaft wird durch die ansässigen OEMs, große Zulieferer und zahlreiche klein- und mittelständische Zulieferunternehmen geprägt. Aufgrund der sich ändernden Mobilitätsformen erfreuen sich die Anbieter intelligenter IKT-Lösungen (IKT: Informations- und Kommunikationstechnologien) und -dienstleistungen einer zunehmenden Bedeutung, die ebenfalls zahlreich in der Region vertreten sind. Zusätzlich bieten das Karlsruhe Institut für Technologie (KIT) und die Fraunhofer-Gesellschaft mit insgesamt 14 Instituten in den Ballungsräumen Karlsruhe, Freiburg und Stuttgart die Möglichkeit, auf das Wissen der regionalen Forschungslandschaft zurückzugreifen. Mit der ansässigen Industrie und seinen Forschungseinrichtungen ist Baden-Württemberg somit ein optimaler Standort für ein Innovationscluster rund um das Thema Mobilität. Insgesamt bietet der Innovationscluster REM 2030 die einzigartige Möglichkeit, das Zukunftsthema regionale Mobilität systemisch weiterzuentwickeln und die vorhandenen Kompetenzen entlang der gesamten Wertschöpfungskette anwendungsorientiert zu integrieren und zu koordinieren.

Der Innovationscluster REM 2030 schafft die notwendigen Freiräume, das Automobil und die Mobilität der Zukunft jenseits eingefahrener Schemata neu zu denken und bettet sie in einen Gesamtzusammenhang, der Fahrzeug- und Innovationstechnologien, Infrastrukturen und Geschäftsmodelle miteinander verbindet. Neue Formen der Zusammenarbeit zwischen bislang unabhängig voneinander arbeitenden Akteuren verfolgen das Ziel, deren Innovationsfähigkeit langfristig zu steigern. Der Innovationscluster REM 2030 trägt dadurch zur Stärkung des F&E-Potenzials in der Region Karlsruhe/Oberrhein und im Land Baden-Württemberg bei und unterstützt die Akteure vor Ort, neue regionale und globale Wertschöpfungspotenziale zu erschließen.

 


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